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Mit dem EEN gestärkt aus der Krise

Die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen stärken

Enterprise Europe Network

Seit Beginn des COVID19-Ausbruchs haben wir das Wort "Resilienz" oder zu Deutsch „Widerstandsfähigkeit“ ziemlich oft gehört. Dahinter verbirgt sich die Fähigkeit, aus schwierigen Situationen gestärkt und erfolgreich hervorzugehen.

Das ist leichter gesagt als getan.

Die Pandemie hat unser Leben auf unvorhersehbare Weise verändert. Sie hat uns gezwungen, uns anders zu verhalten und anders zu denken. Wie können wir uns also von einer so herausfordernden Situation erholen? Ist es überhaupt möglich, sich von solch abrupten Veränderungen zu erholen? Das Enterprise Europe Network (EEN) hat in den letzten Monaten unermüdlich daran gearbeitet zu beweisen, dass Widerstandsfähigkeit nicht nur ein Konzept, sondern vielmehr ein Schritt nach vorne ist.

Das Enterprise Europe Network unterstützt regional

Als Ergebnis der Arbeit des EEN ergaben sich in den letzten Monaten viele Beispiele von kleinen und mittleren Unternehmen, die während der Krise von der Unterstützung des Netzwerks profitieren konnten. Dies beinhaltet z.B. mehrere Initiativen, um Engagement, Beharrlichkeit und Teamarbeit mit internationaler Geschäftsexpertise und lokalem Wissen zu verbinden und so Unternehmen zu unterstützen, neue Geschäftsideen und veränderte Konzepte zu entwickeln und so der Krise zu trotzen.

Stellen Sie sich vor, Sie haben eine gute Geschäftsidee, wissen aber nicht, wie Sie es erfolgreich machen können. Wie z.B. bei YOOOM, einer Software-Entwicklungsfirma, die Produkte für den Gesundheitssektor anbietet. Das niederländische Unternehmen schuf mit 123Family.org, eine benutzerfreundliche App für Videoanrufe, die sich an ältere Menschen mit geringen oder keinen digitalen Kenntnissen richtet, die entweder an (frühzeitiger) Demenz leiden oder zu Vergesslichkeit neigen. Trotz ihres innovativen Produkts und der durch die Pandemie verursachten zunehmenden Distanzierung lief die App zu Beginn nicht erfolgreich. An dieser Stelle führte der Kontakt mit dem EEN zu einer positiven Veränderung. Mit der Unterstützung eines EEN-Experten bei der Handelskammer Utrecht war YOOOM in der Lage, eine neue Strategie und ein neues Geschäftsmodell für die App zu entwickeln, verbunden mit einem signifikanten Wachstum der Nutzerzahlen.

Ein weiteres erfolgreiches Beispiel kommt aus Deutschland. Dort hat das Unternehmen COREVAS eines seiner Produkte, das EmergencyEye®, angepasst, um die Pandemie zu bewältigen. Dieser neuartige Videochat-Dienst für Notfallhelfer und Ärzte ermöglicht eine möglichst genaue Erstdiagnose aus der Ferne. Dank der Unterstützung des regionalen EEN-Partners, der ZENIT GmbH, konnte das Produkt seine nationale und internationale Sichtbarkeit deutlich verbessern.

Ein weiteres positives Beispiel hat der italienische Netzwerkpartner Consorzio Arca beigesteuert. Mit Beratungsleistungen zum IPR-Management und einer Strategie zur Patentierung und zum Schutz des neuen Produkts wurde das Start-up YAM unterstützt. Dieses junge Unternehmen befasste sich zunächst mit dem Design und Bau von Segelyachten. Als Reaktion auf die COVID-19-Krise entwarf und baute YAM den Prototyp CoronaScreen - 800A, ein innovatives Gerät zum Schutz von Gesicht, Hals und Atemwegen vor äußeren Einflüssen, Flüssigkeiten und infizierten Partikeln.

In ähnlicher Weise boten die Netzwerkpartner Agenzia di Sviluppo, und Azienda speciale Camera di Commercio Chieti, der Bond Factory maßgeschneiderte Beratungsdienste an. Aufgrund von COVID-19 musste die Bond Factory von der Herstellung von Kleidung, Lederwaren und Schuhen auf die Produktion von persönlicher Schutzausrüstung umstellen. Das EEN unterstützte das Unternehmen bei juristischen Fragen, aber auch durch die Beschleunigung der Produktprüfung und -zertifizierung.

Spielt Entfernung wirklich eine Rolle?

In einer Zeit, in der Entfernung zur Regel geworden ist, bringt das Enterprise Europe Network weiterhin Menschen zusammen.

Dank der Zusammenarbeit zwischen dem tschechischen Partner Technologiezentrum CAS und dem griechischen Partner PRAXI Network gelang es der tschechischen Firma Workswell, eine Vertriebsvereinbarung mit Microshop IKE abzuschließen und ihre Dual Face- und Wärmebildkamera für die Untersuchung der Körpertemperatur auf den griechischen Markt zu bringen.

Als die Pandemie ausbrach, begann die kroatische Firma Vuplast d.o.o. mit der Produktion von "Biohazard", einem wasserlöslichen Plastikbeutel zum Waschen kontaminierter Kleidung. Dank der engagierten Zusammenarbeit zwischen der Kroatischen Wirtschaftskammer & CCI - Nouvelle-Aquitaine via Limoges und der Industrie- und Handelskammer Haute-Vienne gelang es der Firma, ihr Produkt an das Krankenhaus CHU de Poitiers in Frankreich zu verkaufen.

Nach dem Ausbruch von COVID-19 entwickelte die polnische Firma ZUP Roztocze eine spezielle Art von Türgriff, der es ermöglicht, Türen nur mit dem Unterarm zu öffnen. Dadurch wird das Risiko eines direkten Kontakts mit Viren und Bakterien an den "traditionellen" Griffen verringert. Dank der Vermittlung zwischen den Netzwerkpartnern der Lublin Development Foundation und dem PRAXI Network gelang es ZUP, einen Partnerschaftsvertrag mit Safe Case, einem griechischen Unternehmen, das im Bereich Sicherheitsschlösser und Sicherheitstüren tätig ist, abzuschließen.

Dem Netzwerk gelang es auch, Unterstützung in einem der am stärksten von COVID-19 betroffenen Sektoren zu leisten: der Reisebranche. Dies war der Fall von TMTM. Die Netzwerkpartner ZENIT GmbH und die Handelskammer Bozen halfen dem deutschen Unternehmen bei der Neugestaltung von Radreisen in Griechenland, indem sie neue, internationale Geschäftspartner ausfindig machten und so neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Vielleicht noch ein weiteres Beispiel? Dank dem Enterprise Europe Network Malta und dem Enterprise Europe Network Netherlands gelang es dem niederländischen Unternehmen FreeBreathing, einen maltesischen Partner zu finden, der zur Herstellung von VentilatorPAL beitragen wollte. Dieses Gerät nutzt „open source“-Informationen und bietet eine kostengünstige Lösung für den Mangel an Beatmungsgeräten zur Behandlung von COVID-19-Patienten.

Unterstützung des Netzwerks bei Ihnen vor Ort

Ein letzter Beratungsfall, der unterstreicht, dass die Unterstützung durch das Enterprise Europe Network näher liegt, als Sie denken, ist der von Life Length. Dieses führende Unternehmen aus dem Bereich Biotechnologie hat seine umfassenden klinischen Analyse- und Testdienstleistungen zur Verfügung gestellt, um bei der Bewältigung der Krise in Spanien zu helfen. Sie führen zum Beispiel einen PCR-Tests durch, der von der Universität Yale als einer der besten in der Branche eingestuft wurde. Der Netzwerkpartner Madrid Science Park hat das Unternehmen bei der Einrichtung des Testservices unterstützt. Zum Beispiel auf dem Höhepunkt der Krise bei der Suche nach Lieferanten für kritische Reagenzien und Materialien. Die EEN-Experten kommunizierten die Dienstleistungen von Life Length und wandten sich an potenzielle Kunden. Sie halfen auch bei der Suche nach speziellen Lagermöglichkeiten und beim Abfallmanagement. Über diese sehr erfolgreiche Unterstützung hat beispielsweise auch schon Euronews- Business Planet berichtet.

#EENCanHelp

Wir alle fragen uns: Wann wird diese Situation zu Ende sein? Wann kehrt die „Normalität“ zurück? Während die Antwort auf diese Fragen offen bleibt, geben Unternehmen ihr Bestes, um uns täglich zu schützen und das Licht am Ende des Tunnels etwas schneller zu erreichen. Das Enterprise Europe Network steht Ihnen mit all seinen regionalen Partnern zur Seite und hilft Unternehmen, in kritischen Szenarien zu gedeihen, und zeigt gleichzeitig, worum es bei dem Wort "Widerstandsfähigkeit" geht.

Quelle: EASME, Brüssel

 

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