DEUTSCHLAND | EEN Deutschland

 
Wir unterstützen kleine und mittlere Unternehmen mit europäischem und internationalem Fokus.

Förderung von Internationalisierungsvorhaben der Gesundheitswirtschaft

Über 5,5 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland im Gesundheitswesen. Nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch im internationalen Kontext kommt der Gesundheitswirtschaft eine besondere Rolle zu. Die hohe Exportorientierung der Branche spiegelt sich unter anderem darin wider, dass auf die Ausfuhren des deutschen Gesundheitssektors ein Anteil von knapp neun Prozent des Gesamtexports entfällt.

Gerade die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass hochwertige Medizintechnik sowie eine leistungsstarke Erforschung und Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen von existenzieller Bedeutung ist.  Eine internationale Ausrichtung der Gesundheitswirtschaft und länderübergreifende Kooperationen spielen dabei eine herausragende Rolle.

Häufig jedoch stellt die Globalisierung besonders für kleine und mittlere Unternehmen eine enorme Herausforderung dar: Der Zugang zu ausländischen Märkten ist oft schwierig. Neue Zulieferer, Kooperationspartner und Kundengruppen müssen erschlossen werden. Hinzu kommt die Suche nach geeigneten Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten. Den Unternehmen stehen regionale, nationale und internationale Fördermittel zur Verfügung: von einer kostenfreien Beratung, über zinsgünstige Darlehen bis hin zu Zuschüssen.

Deutschlandweit unterstützen ExpertInnen des „Enterprise Europe Network“ (EEN) die Unternehmen durch individuelle Fördermittelrecherchen oder bei der Suche nach Kooperationspartnern im Ausland. Die „Exportinitiative Gesundheitswirtschaft“ des Bundes informiert über internationale Märkte, hilft beim Auslandsmarketing und bei der Vernetzung.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie regionale Förderbanken in den Bundesländern stellen zinsgünstige Darlehen für Vorhaben im Ausland zur Verfügung, die Unternehmen aus der Gesundheitsbranche nutzen können.

Die Europäische Union vergibt Zuschüsse für Projekte und Investitionen. Beispielweise unterstützt das „European Institute of Innovation and Technology“ (EIT) insbesondere junge Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen bei der Umsetzung von innovativen Vorhaben. Das Projekt „Digi-B-Cube“ fördert die Entwicklung digitaler Technologien in der Medizin.

Die internationale “Coalition for Epidemic Preparedness Innovations” (CEPI) hilft Unternehmen und Institutionen des Gesundheitssektors dabei, Impfstoffe zu erforschen oder zu entwickeln. Hierfür können sowohl Wirtschaft als auch Wissenschaft Zuschüsse erhalten.

Neben diesem beispielhaften Ausschnitt wesentlicher Förderzugänge ergeben sich für die Unternehmen zusätzlich Unterstützungsmöglichkeiten in den Zielländern der jeweiligen Vorhaben. Eröffnen zum Beispiel deutsche Unternehmen Vertriebs- oder Produktionsstandorte in den USA, stehen dort zahlreiche Förderoptionen bereit. Beratungsangebote für pharmazeutische Unternehmen,  Steuergutschriften für die Entwicklung von Behandlungs-verfahren seltener Krankheiten sowie  Zuschüsse für die Erforschung neuer Technologien zur Verbesserung des Gesundheitszustands von Patienten sind nur einige Beispiele für bestehende Förderprogramme.

Für interessierte Unternehmen hat das EEN-Team der NRW.BANK in einem aktuellen Themenheft eine Übersicht zu Förderinstrumenten erstellt, die bei der Erschließung internationaler Gesundheitsmärkte helfen. In diesem werden zentrale Unterstützungsmöglichkeiten beschrieben und auch Förderangebote für deutsche Unternehmen in ausgewählten ausländischen Märkten dargestellt.

 

Download der Publikation:

https://nrweuropa.de/fileadmin/user_upload/EU-Foerderung_konkret_02_2020.pdf

 

Kontakt:

NRW.BANK

Dr. Klaus-Hendrik Mester

Telefon: 0211/ 91741 6622

E-Mail: klaus-hendrik.mester@nrwbank.de