DEUTSCHLAND | EEN Deutschland

 
Wir unterstützen kleine und mittlere Unternehmen mit europäischem und internationalem Fokus.

Die Sektorgruppen des EEN - eine europäische Plattform für Branchen-Know-how

Und wie können Unternehmen davon profitieren?


Ein Beispiel aus der Arbeit der Sektorgruppen

Eine tschechische Unternehmerin aus dem Beauty-Bereich hat eine neue Behandlungsmethode für Anti-Aging entwickelt. In Wellnesshotels und Spa-Einrichtungen in Tschechien hat sie diese Methode bereits erfolgreich eingeführt. Um ihr Konzept auch europaweit zu vermarkten, bittet sie das Enterprise Europe Network (EEN) in Prag um Unterstützung bei der Suche nach potentiellen Geschäftskontakten im Ausland. Dort wird die Unternehmerin über europäische Kooperationsanbahnungen beraten. Zusätzlich erstellen die EEN-Experten vor Ort ein Profil Ihres Partnergesuchs und veröffentlichen es in der großen Kooperationsdatenbank des EEN. Neben den verschiedenen Instrumenten für die Partnersuche gibt es auch noch direkte Wege der Vermarktung. So ist das EEN in 17 themenspezifischen Sektorgruppen organisiert, die die internationale Geschäftsexpertise mit dem lokalen Wissen der mehr als 3000 Experten verbinden.

 

Die Sektorgruppe "Tourismus und kulturelles Erbe"

Marie Pavlu aus dem EEN Prag ist Mitglied der Sektorgruppe „Tourismus und kulturelles Erbe“, wozu auch der Gesundheitstourismus zählt. Im Frühjahr 2019 trafen sich die Mitglieder dieser Sektorgruppe in Magdeburg. Insgesamt nahmen 14 EEN-Vertreter aus elf europäischen Ländern an diesem Treffen teil. Die Vorstellung und der Austausch von Kooperationsprofilen von Unternehmen ist ein wichtiger Teil dieser Treffen. Auch Marie Pavlu stellt das Profil ihrer Unternehmerin mit dem Anti-Aging-Konzept vor. Die EEN-Kolleginnen und –kollegen ihrer Sektorgruppe kennen den Markt sowie die Unternehmen ihrer Regionen sehr genau und pflegen gute Kontakte zu entsprechenden Einrichtungen in ihrem Land. Insbesondere der Gesundheitstourismus ist ein wachstumsorientierter Teil der Tourismusbranche. Nach der Vorstellung des Profils von Marie Pavlus Kundin nehmen die EEN-Experten Kontakt zu geeigneten Unternehmen in ihrer Heimatregion auf, um der tschechischen Unternehmerin zu neuen potentiellen Geschäftspartnern zu verhelfen. Die weitere Kontaktanbahnung wird sowohl von den tschechischen als auch von dem jeweiligen EEN-Partner begleitet und unterstützt.

Weiterhin beraten die Mitglieder der Sektorgruppe „Tourismus und kulturelles Erbe“ über gemeinsame Aktivitäten. Dazu zählen Kooperationsbörsen auf europäischen Messen wie z. B. auf der ITB in Berlin oder der Holiday World in Prag, aber auch in anderen europäischen Ländern. Damit bieten die EEN-Vertreter ihren Unternehmen neue Wege für ihre Internationalisierung an, denn diese Kooperationsbörsen werden unternehmensbezogen vorbereitet. Auf einer eigens erstellten Webseite können sich die Unternehmen über andere Teilnehmer informieren, sich selber anmelden und ihr Unternehmen und ihren Kooperationswunsch beschreiben. Sie können potenzielle Gesprächspartner auswählen und einen Gesprächstermin vereinbaren. Mit einem eigenen Kooperationsprofil wird jeder Unternehmer auch von den anderen Teilnehmern gesehen und kann für Gespräche angefragt werden. Die Entscheidung über die Gesprächstermine auf der Messe fällt jeder Unternehmer selbst, er kann die Termine also bestätigen oder absagen. Da jeder Gesprächsteilnehmer bereits im Groben über seinen Partner informiert ist, können die Treffen zielorientiert und konkret gestaltet werden und führen zu neuen geschäftlichen Verbindungen. Bei der Anmeldung, Vorbereitung, Auswahl der Gesprächspartner und vor Ort bei der Kooperationsbörse stehen die EEN-Mitarbeiter ihren Unternehmern gern unterstützend zur Seite und sind Ansprechpartner für sämtliche Belange.


Sektorgruppen als Plattform für den Know-how-Austausch

Natürlich sind auch aktuelle Entwicklungen in den einzelnen Branchen Gegenstand des Austauschs in den EEN-Sektorgruppen. So werden Themen wie die Digitalisierung im Bereich Tourismus und kulturelles Erbe besprochen. Welche Bereiche sind betroffen und welche Schnittmengen gibt es mit dem Bereich IKT? Der Austausch dazu und die verstärkte Zusammenarbeit mit der Sektorgruppe IKT wird mit einem gemeinsamen Treffen im Herbst in Turin 2019 verwirklicht. Dort wird es um gemeinsame Projekte gehen, um touristische und kulturelle Unternehmen in Kontakt mit IKT-Dienstleistern zu bringen, die Lösungen für die verschiedensten Problemlagen von CRM über Logistik bis hin zu Guides oder interaktive Features bieten.

Inzwischen hat die tschechische Unternehmerin mit Hilfe des EEN Prag neue Kontakte zu italienischen und serbischen Wellness-Einrichtungen aufgenommen und dort ihr Anti-Aging-Konzept vorgestellt. Sie ist mit der Unterstützung des Enterprise Europe Network sehr zufrieden und wird es für zukünftige Projekte weiterhin nutzen.


Kontakt:

IHK Magdeburg, Katharina Berger
Telefon: 0391 5693 342
E-Mail: berger@magdeburg.ihk.de